Bio-vegane und händische Mischkultur der Langerhorsts, ein neuer Begleiter und das vorläufige Ende meiner Reise?

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Ein gefühltes Jahr ist es her seit meinem letzten Blogartikel, so viel ist passiert… aber der Reihe nach.

Kurz und knapp hier gleich mal das schon angekündigte Video meiner Zeit bei den Langerhorsts:

Vier Wochen war ich an diesem wunderschönen Ort und durfte viel über bio-vegane Landwirtschaft lernen, die fast komplett ohne Maschinen auskommt, bei der also fast alles mit der Hand ge- und bearbeitet wird.
 
Sehr beeindruckend fand ich auch den sehr genügsamen Lebensstil der Familie Langerhorst, der nicht auf einer Verzichtshaltung oder auf einem Schuldgefühl angesichts der ökologischen und sozialen Konsequenzen des eigenen Konsums basiert, sondern aus der Motivation entstand, möglichst gesund und möglichst frei und selbstbestimmt zu leben – und das tun sie jetzt seit über 40 Jahren hier an diesem Ort! Sehr sehr spannend (:

Eine neue Version des Gemeinschaftslebens durfte ich auch kennenlernen. Neben der familieninternen Gemeinschaft gibt es hier auch häufig Besucher wie mich, die für eine bestimmte Zeit mit im Haus wohnen, im Garten mitarbeiten und so zu einem Teil der Gemeinschaft werden. Die Zeiträume variieren dabei zwischen ein paar Wochen bis zu einigen Monaten, wobei im Winter eher weniger bis keine Besucher vor Ort sind.

Auch mich zog es schließlich weiter zum nächsten Ort. Dort sollte das Los geht’s stattfinden, eine Veranstaltung um Gemeinschaftserfahrene und -interessierte zusammenzubringen, also quasi eine Pflichtveranstaltung für mich und meine Suche.
Eigentlich wollte ich mich ja von meinem Startpunkt in München nur noch weiter südlich bewegen, da ich eher nur in wärmere und sonnenreichere Gegenden kommen wollte, aber die Veranstaltung und auch der Ort, an dem sie stattfinden sollte, das Hofkollektiv der Zwetschken, fand ich dann doch so interessant, dass ich mich auf den Weg Richtung Nordosten machte.

Ein neuer Begleiter

Beim Zwischenstopp in Linz fiel mir glücklicherweise auf, dass der Weg zum nächsten Projekt durch relativ bergiges Gebiet und auf bis zu 1000 Meter hoch führte. Bisher hatte ich fast immer an Flußläufen entlang oder auf relativ flachen Radwegen gehen können, was mit meinem Anhänger sehr leicht ging, aber in bergigem Gebiet kann es schnell anstrengend werden. Vor allem bergab hatte ich schon ein paar mal gemerkt, dass das schnell in die Beine geht, da mein Anhänger ja keine Bremse hat und ich das Gewicht bei jedem Schritt selbst abfangen muss.
 
Wie es der glückliche Zufall wollte, standen bei dem Freund, bei dem ich in Linz übernachten durfte, im Keller mehrere Fahrräder, die niemandem gehörten und von denen ich mir ein super Mountainbike aussuchen durfte (:
Zwar musste ich noch ein paar Dinge richten und dazu kaufen um es nutzen zu können, aber die Grundsubstanz, also Rahmen, Bremsen und die für mich ideale, weil sehr niedrig übersetzende Gangschaltung, waren in sehr gutem Zustand.
 
Mein neuer Begleiter in Aktion
 
Auf dem Weg durch die Berge war ich dann auch wirklich wahnsinnig froh und dankbar, dass ich ein so tolles Mountainbike hatte. Zu Fuß hätte ich wahrscheinlich 5-mal so lang gebraucht, aber so kam ich noch gerade rechtzeitig zum Los geht’s an (:

 
Das ‘Los geht’s’ und das vorläufige Ende meiner Reise?

 

Die drei Tage des ‘Los geht’s’ waren erwartungsgemäß voller interessanter Themen, Erfahrungen und Begegnungen mit vielen spannenden und sympathischen Menschen (ich habe auch ein bisschen gefilmt beim Event und werde das wahrscheinlich in einem der nächsten Videos einbauen…) aber ich war auch froh danach wieder weniger Menschen um mich zu haben und den Zwetschken bei den Aufräumarbeiten helfen zu können.

Sehr sehr sympathische Menschen sind diese vier Zwetschken, angenehm entspannt, einen sehr schönen Humor haben sie und gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass sie sehr fokussiert und verantwortungsbewusst organisieren und entscheiden können – eine wie ich finde sehr schöne Mischung (:

Ja und dann gibt es hier jetzt eine Bewohnerin mit der ich mich besonders gut verstehe… das fühlt sich gerade sehr schön an (:
Ich habe keine Ahnung wie sich das weiterentwickelt und will alles auch gerne möglichst offen und frei halten, aber zumindest momentan fühlt es sich sehr sehr gut an hier und ich sehe gerade keinen Grund irgendetwas zu ändern (:

Ich werde auf jeden Fall berichten wie es mir weiter ergeht und im nächsten Artikel dann auch mehr vom Projekt der Zwetschken, ihren Motivationen und ihren weiteren Plänen erzählen!

Für heute reichts aber erstmal wieder, der Wald ruft (:
 

Schönen Wald gibts hier im Waldviertel

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