Pomali, pomali… – Cohousing Pomali

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Lang ists her seit dem letzten Blogartikel, ich hatte wohl nach dem vielen Beschäftigen mit dem Film und desssen Verbreitung erstmal genug vom Thema Selbstdokumentation (;

Seit Juli 2016 bin ich jetzt schon hier in Wölbling, Niederösterreich (ca. 70km westlich von Wien, zwischen Krems und St. Pölten) am andocken ans Cohousing Projekt Pomali!

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Ca. 50 Erwachsene und 30 Kinder und Jugendliche leben hier am Rande des großen Dunkelsteiner Wald. Das Konzept des gemeinschaftlichen Lebens besteht darin, dass es zwar einzelne, selbstständige Haushalte und Wohnungen gibt, dass es aber auch Gemeinschaftsräumlichkeiten gibt wie eine Gemeinschaftsküche, ein großes Ess-/Wohnzimmer, Food-Coop, Werkstatt, Kinderraum, Sauna, Schwimmteich… und entsprechende gemeinsame Aktivitäten. Mehr Infos zum Projekt gibts auch sehr gut dargestellt auf der Webseite www.pomali.at, deswegen brauche ich das hier nicht nochmal alles wiederholen (;

Angelockt hatte mich ursprünglich das Projekt Gut Landersdorf, bei dem einige Pomalis ein Seminarzentrum mit Werkstätten und Dorftreffpunkt aufbauen wollten in einem leerstehenden Forstgutsgebäude in der Nachbarschaft. Das ist leider nichts geworden, aber wir sind weiter am schauen, wie wir diese Ideen in einer anderen Form verwirklichen können hier in der Umgebung.

Ich genieße es sehr den riesengroßen Dunkelsteiner Wald direkt vor der Tür zu haben und diese ganz spezielle Qualität von Ruhe spüren zu können, die es nur gibt, wenn man von soviel Wald umgeben ist…

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Auch die Menschen hier schätze ich sehr und es ist spannend diese Form des gemeinschaftlichen Lebens zu erkunden.

Anders als bei kleineren Projekten habe ich hier das Gefühl, dass eine sehr viel größere Stabilität im Projekt besteht. Denn auch falls aus irgendwelchen Gründen einmal mehrere Familien beschliessen sollten wegzuziehen, ist nicht gleich das ganze Projekt in Gefahr, wie es bei kleineren Projekten der Fall wäre.

Auch ist es mit so vielen Menschen leichter viel zu schaffen. Beim monatlichen gemeinschaftlichen Werkln sind dann schnell mal in ein paar Stunden eine Hecke und ein paar Bäume gepflanzt. Und das gemeinsame Tun und Plaudern macht auch noch Spaß! (:

Meine Wohnform ist weiterhin im Entwicklungsstadium, momentan nutze ich einen Bauwagen auf einem Nebengrundstück, wir werden sehen, wie es weitergeht.

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Ein kleines Scherzbild nachdem der Traktor den Bauwagen auf das Grundstück gezogen hatte (;

 

Es gibt immer wieder auch mal eine Wohnung die frei wird. Also wenn dich das Projekt interessiert, kannst du uns gerne mal besuchen kommen!

Momentan suchen wir wieder neue MitbewohnerInnen, schau also gerne z.B. mal zu einem der Werkltage hier vorbei! Infos gibts hier.

 

Achja, für alle die das Wort “Pomali” nicht kennen, in Österreich ist es gebräuchlich für “langsam, gemächlich”. Auch wenn nicht alles hier immer so gemächlich läuft und wir vom “immer schneller, immer mehr” des Zeitgeistes uns nicht wirklich ablösen können (und wollen?), finde ich es doch schön, durch diesen Namen immer wieder daran erinnert zu werden, dass wir auch entspanntere und genügsamere Wege der Lebensführung finden können wenn wir es wollen…

 

In diesem Sinne, auf bald (;

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